Bildung weltweit

Seitdem im Jahr 2000 auf dem Weltbildungsforum in Dakar der internationale Aktionsplan „Education for All“ verabschiedet wurde, hat es durchaus Fortschritte gegeben. Dennoch stehen viele Länder weiterhin vor großen Herausforderungen im gesamten Bildungsbereich.
Trotz teils großer Fortschritte im Bereich der Primärbildung, besuchen über 60 Millionen Kinder weltweit weiterhin keine Grundschule, beinahe die Hälfte dieser Kinder lebt in Südsahara-Afrika. Ebenso gibt es deutliche Defizite im Bereich der Sekundar- und Tertiärbildung. Auch hier bildet Südsahara-Afrika das Ende der Skala ab mit einer Bruttoeinschulungsrate von 34 Prozent bezogen auf die weiterführenden Schule und einer Immatrikulationsrate an den Universitäten von 6 Prozent. Noch immer verfügen nahezu 800 Millionen Erwachsene, also etwa 17 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung, nicht über grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten.
Doch auch innerhalb eines Landes gibt es bedeutende Ungleichheiten bei den Bildungschancen. Sowohl der Schulbesuch als auch der –abschluss hängen zum Teil stark von Faktoren wie dem Einkommen, der ethnischen Zugehörigkeit, dem Geschlecht oder dem Wohnort ab. Trotz großer Bemühungen einzelner Länder kann daher nicht von Gleichberechtigung beim Zugang zu Bildung gesprochen werden.
Neben den quantitativen Defiziten im Bildungsbereich gibt es zudem große Herausforderungen im Bereich der Bildungsqualität. Viele Kinder und Jugendliche erwerben zwar einen Schulabschluss, verfügen aber dennoch über große Defizite in grundlegenden Bereichen wie Lesen und Schreiben. Faktoren, die dazu beitragen, sind unter anderem schlecht ausgebildete Lehrkräfte, übermäßiger Unterrichtsausfall sowie eine ungenügende Ausstattung mit Klassenräumen und Unterrichtsmaterialien.
Mit unseren Förderprojekten im Ausland wollen wir – auf einer kleinen Ebene – diesen Umständen zumindest entgegenwirken. Aus diesem Grund finanzieren wir den Bau von Schulen und unterstützen einkommensschwache oder marginalisierte Kinder und Jugendliche bei der Schul- bzw. beruflichen Ausbildung.







